Digitale Gesundheitsanwendungen in der ambulanten Psychotherapie –
Erfahrungen mit Gesundheits-Apps auf Rezept in Deutschland
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien/ Berlin unter der Leitung von Univ.-Prof.in Dr.in Christiane Eichenberg untersuchen wir die Akzeptanz und den Einsatz von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) in der ambulanten psychotherapeutischen Praxis.
Was sind Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)?
Digitale Gesundheitsanwendungen sind Medizinprodukte, die von Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen an ihre Patient*innen als Unterstützung bei Behandlungen in Form von Apps oder browserbasierten Webanwendungen verschrieben werden können (zum DiGA-Verzeichnis in Deutschland: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis). Dabei sind die Angebote vielgestaltig. Sie reichen von krankheitsspezifischer Informationsvermittlung, über Hilfen zur Einschätzung des Erkrankungsverlaufs, hin zu spezifischen Übungen. Dargeboten werden in den Anwendungen Texte, Audio- oder Videoformate, die sich auf verschiedene Erlebensebenen beziehen. Thematisiert werden oft das Denken, charakteristische Handlungen oder die Ebene des Fühlens im Rahmen einer bestimmten Erkrankung. Einzelne Anwendungen sind dabei meist auf eine eng umschriebene Problematik bzw. einzelne Störungsbilder bezogen. Zur Orientierung finden Sie hier drei Beispiele:
deprexis
deprexis ist eine webbasierte Anwendung für Erwachsene mit Depressionen oder depressiven Verstimmungen. Ziel ist es, depressive Symptome zu verringern und die Behandlung durch Ärzt*innen oder Psychotherapeut*innen zu ergänzen. Die Anwendung basiert auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und vermittelt Wissen über Depression, Strategien zur Verhaltensaktivierung sowie den Umgang mit belastenden Gedanken. Ergänzend bietet sie Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen, Problemlösetraining und Materialien zur Umsetzung im Alltag. Nutzer*innen werden interaktiv durch die Inhalte geführt und erhalten individuelle Rückmeldungen zu ihrem Fortschritt.
(Link zur DiGA:
deprexis | DiGA-Verzeichnis)
Mindable
Panik & Agoraphobie
Mindable ist eine digitale Anwendung für Menschen mit Panikstörung und/oder Agoraphobie. Sie unterstützt Patient*innen dabei, sich systematisch mit angstauslösenden Situationen auseinanderzusetzen und diese Schritt für Schritt zu bewältigen. Neben psychoedukativen Inhalten bietet die App praktische Übungen zur Konfrontation und hilft, Vermeidungsverhalten zu reduzieren. Durch begleitende Tagebuch- und Verlaufsfunktionen können Fortschritte sichtbar gemacht und der Genesungsprozess unterstützt werden.
(Link zur DiGA:
Mindable: Panik & Agoraphobie | DiGA-Verzeichnis)
HelloBetter Schlafen
Es handelt sich hierbei um eine App bzw. Onlineanwendung für Schlafstörungen, in der Konzepte aus der Kognitiven Verhaltenstherapie Anwendung finden. Den Nutzenden werden Informationen vermittelt, z.B. über Schlafhygiene, also die Bedingungen unter denen Schlaf eher gelingt. Die Anwendung bietet darauf abgestimmte Übungen an. Eine Tagebuchfunktion lädt dazu ein, Schlafgewohnheiten aufzuzeichnen und bietet Rückmeldungen zum Schlaf an. Es gibt außerdem die Möglichkeit Gedanken und Gefühle sowie individuelle Ziele festzuhalten. Beispiele von fiktiven Patient*innenbegleiten durch den Genesungsprozess, indem sie Erfahrungen anderer Patient*innen mit Schlafstörungen widerspiegeln. Begleitend erhalten die Anwender*innen Rückmeldungen zu ihren Fortschritten im Gesundungsprozess. (Link zur DiGA:
HelloBetter Schlafen | DiGA-Verzeichnis)
An wen richtet sich unsere Befragung?
Digitale Gesundheitsanwendungen sind aktuell nur für die Anwendung in der Therapie von erwachsenen Patient*innen zugelassen, daher richtet sich diese Befragung ausschließlich an Patient*innen ab dem 18 Lebensjahr. Es spielt dabei keine Rolle, ob Ihnen Digitale Gesundheitsanwendungen vor dieser Umfrage bekannt waren oder ob Sie bereits Erfahrungen mit deren Nutzung gemacht haben. Wichtig ist nur, dass Sie aktuell eine Psychotherapie machen. Ihre Einschätzungen und Meinungen sind für diese Befragung gleichermaßen wertvoll, wenn Sie noch keine Erfahrungen mit DiGA sammeln konnten.
Die Bearbeitungsdauer dieser Umfrage beträgt etwa 15-20 Minuten.
Um ihre Privatsphäre zu schützen findet die Umfrage anonym statt. Das heist auch, Sie sehen die Antworten ihrer Therapeut*in nicht und ihre Therapeut*in kann ihre Antworten nicht sehen.
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, uns bei unserem Forschungsvorhaben zu unterstützen!
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Christiane Eichenberg
Maximilian Heider M.Sc.
Paul Herzele B.Sc.
Sigmund Freud Privatuniversität Wien/Berlin
Im Rahmen dieser Studie werden keine Daten erhoben, welche einen Rückschluss auf eine konkrete Person ermöglichen. Die für diese Erhebung verwendete Plattform SoSci Survey verzichtet darüber hinaus standardmäßig auf die Speicherung von Zusatzinformationen (z. B. Standortdaten, IP-Adressen, Gerätetyp), welche die Zuordnung zu einer einzelnen Person erlauben würde. Aus rechtlichen Gründen ist es dennoch notwendig, Studienteilnehmer*innen über sämtliche gesetzlichen Rahmenbedingungen einer wissenschaftlichen Studie aufzuklären. Aus diesem Grund werden in den nächsten Passagen jene gesetzlich vorgeschriebene Informationen angeführt.
Studienleitung
Christiane Eichenberg
Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie bitte jederzeit die*den Studienleiter*in an der SFU Wien (Freudplatz 3, 1020 Wien): c.eichenberg@sfu.ac.at
Zweck
Ihre anonymisiert erhobenen Daten werden für die hier genannte Studie verarbeitet. Insofern Sie sich nicht dagegen ausgesprochen haben, werden Ihre anonymisierten Daten für weitere wissenschaftliche Forschungs- und Lehrzwecke verarbeitet.
Vorgehensweise
Bei wissenschaftlichen Studien werden persönliche Daten über die*den Probanden erhoben. Die Speicherung, Auswertung und Weitergabe dieser studienbezogenen Daten erfolgt nach gesetzlichen Bestimmungen und setzt die freiwillige Teilnahme an der Studie voraus.
Die im Rahmen dieser Studie mittels SoSci Survey erhobenen Daten werden auf elektronischen Datenträgern aufgezeichnet und ohne Daten, die Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen, weiter verarbeitet. SoSci Survey verzichtet standardmäßig auf die Speicherung von Zusatzinformationen wie Standortdaten, IP-Adresse oder Gerätetyp.
Ihre Angaben werden anonymisiert gespeichert, sodass keine Rückschlüsse auf Ihre Person möglich sind.
Im Falle der Veröffentlichung der Studie werden erhobene Daten selbstverständlich nur so präsentiert, dass kein Rückschluss auf konkrete Personen gezogen werden kann.
Die Dauer der Aufbewahrung der Daten richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben (DSGVO, DSG und FOG).
Empfänger
Autorisierte und zur Verschwiegenheit verpflichtete Personen, die dem Verantwortlichen zuzurechnen sind, haben Zugang zu den Daten und verarbeiten diese, soweit dies für das Projekt notwendig ist.
Die Daten werden nicht an (außenstehende) Dritte weitergegeben.
Falls Ihre personenbezogenen Daten in Zukunft für Forschungsprojekte, die in Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen iSd § 2b Z 12 FOG durchgeführt werden, verarbeitet werden, sind diese Empfänger. Sie unterliegen ebenso strengen datenschutzrechtlichen Verpflichtungen, deren Einhaltung von der SFU überprüft wird.
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung
Verantwortlicher
Die Erhebung Ihrer Daten erfolgt für Forschungsprojekte, die von der Sigmund Freud Privatuniversität, Freudplatz 1, 1020 Wien, Kontakt: datenschutz@sfu.ac.at, als Verantwortlichem durchgeführt werden.
Die personenbezogenen Daten werden auf Basis der Einverständniserklärung aus überwiegendem berechtigtem Interesse der SFU verarbeitet (Art 6 Abs. 1 lit f und Art 9 Abs 2 lit j DSGVO).
Ab dem Zeitpunkt der Pseudonymisierung werden die personenbezogenen Daten auf Grundlage von § 7 Abs. 1 Z 3 DSG, § 2d Abs. 2 Z 1 und § 2d Abs. 5 FOG verarbeitet.
Allgemeine Rechtsgrundlagen für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung finden sich in der Datenschutzgrundverordnung, dem Datenschutzgesetz sowie dem Forschungsorganisationsgesetz in der jeweils geltenden Fassung.
Ihre Rechte
Ihnen stehen grundsätzlich die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Diese Rechte können Sie gegenüber dem Verantwortlichen geltend machen.
Im Bereich der Forschung werden die genannten Rechte (teilweise) ausgeschlossen, insoweit die Erreichung von wissenschaftlichen Forschungszwecken gemäß § 89 Abs. 1 DSGVO voraussichtlich unmöglich gemacht oder ernsthaft beeinträchtigt wird.
Ab dem Zeitpunkt der Pseudonymisierung (sobald eine Identifikation mit rechtlich zulässigen Mitteln nicht mehr von der Forscherin*vom Forscher vorgenommen werden kann) sind die Rechte ausgeschlossen.
Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Daten gegen geltendes Datenschutzrecht verstößt oder Ihre datenschutzrechtlichen Ansprüche sonst in einer Weise verletzt worden sind, können Sie sich gemäß Art 77 DSGVO bei der zuständigen Aufsichtsbehörde beschweren. In Österreich ist dies die:
Österreichische Datenschutzbehörde
E-Mail: dsb@dsb.gv.at