Einladung zur Studie:
Helfer*innen in der Patient*innenrolle – Barrieren der Psychotherapie im Rettungsdienst
Vielen Dank, dass Sie dieses Forschungsprojekt unterstützen möchten. Zeit ist ein kostbares Gut – umso mehr schätze ich Ihre Teilnahme.
Hintergrund
Der Arbeitsalltag im Rettungsdienst ist geprägt von Ausnahmesituationen. Schichtdienst mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, hohe körperliche Anforderungen und die ständige Konfrontation mit menschlichem Leid oder traumatischen Einsatzszenarien erfordern von Sanitäter*innen, jederzeit verlässlich zu funktionieren. Trotz dieser Dauerbelastung herrscht oft die unausgesprochene Erwartungshaltung, psychische Herausforderungen ohne professionelle Hilfe bewältigen zu müssen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig: Neben strukturellen Hürden wie dem Schichtdienst, den Kosten oder der aufwendigen Suche nach einem Therapieplatz gibt es tieferliegende, oft unsichtbare Barrieren, die den Weg in die Psychotherapie erschweren.
Worum geht es in dieser Studie?
Im Rahmen meiner Magisterarbeit im Studium der Psychotherapiewissenschaft untersuche ich genau diese innerpsychischen Hindernisse bei der Inanspruchnahme von ambulanter Psychotherapie im Rettungsdienst. Ziel dieser Befragung ist es, die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die solche Blockaden begünstigen. Zentrale Schwerpunkte der Untersuchung sind:
- Der Rollenwechsel von der Helfer*innen- in die Patient*innenrolle
- Scham und soziale Stigmatisierung innerhalb der Kollegenschaft
- Hürden in der Beziehungsgestaltung zu Therapeut*innen ohne eigenen Rettungsdienst-Hintergrund
Warum Ihre Teilnahme wichtig ist
Mit Ihrer Teilnahme an der Umfrage leisten Sie einen entscheidenden Beitrag dazu, eben jene Barrieren aufzuzeigen und sichtbar zu machen. Diese Erkenntnisse sollen einen breiten Diskurs ermöglichen, um den Zugang zu psychosozialer Unterstützung im Rettungsdienst zukünftig zu erleichtern. Langfristig soll dies dazu beitragen, psychische Belastungsfaktoren zu verringern und unser Arbeitsumfeld nachhaltig zu verbessern.
Rahmenbedingungen
- Dauer: Die Bearbeitung des Fragebogens nimmt maximal 15 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch. Die Umfrage richtet sich an alle aktiven Personen im Rettungsdienst – unabhängig davon, ob Sie hauptberuflich, ehrenamtlich oder im Rahmen des Zivildienstes oder freiwilligen sozialen Jahres tätig sind.
- Datenschutz: Die Teilnahme erfolgt vollkommen anonymisiert. Es können KEINE Rückschlüsse zu Ihrer Person von Seiten der Organisation, Dienststellen oder vom Verfasser gezogen werden. Weiters werden keinerlei IP-Adressen oder persönliche Daten gespeichert. Ihre intuitive und ehrliche Meinung ist das, was zählt. Bitte antworten Sie so offen wie möglich.
Bei Rückfragen zur Studie wenden Sie sich bitte an den Studienautor Florian Geisler unter:
📧 Psychotherapie@team-geisler.com.
Mit kollegialen Grüßen,
Florian Geisler
(Notfallsanitäter NKV & Verhaltenstherapeut in Ausbildung unter Supervision,
Student der Psychotherapiewissenschaft)
Dies ist eine strikt anonyme Umfrage. Im Rahmen der Untersuchung werden soziodemografische Daten (Alter, Geschlecht), gesundheitsbezogene Daten (bisherige Inanspruchnahme von Psychotherapie sowie die Einschätzung des psychischen Versorgungsbedarfs) und Angaben zum beruflichen Verhältnis zum Rettungsdienst erhoben. Direkt identifizierende persönliche Informationen über Sie werden standardmäßig nicht gespeichert.
Wenn Sie für diese Umfrage einen Zugangscode benutzt haben, so können Sie sicher sein, dass der Zugangsschlüssel nicht zusammen mit den Daten abgespeichert wurde. Er wird in einer getrennten Tabelle aufbewahrt und nur aktualisiert, um zu speichern, ob Sie diese Umfrage abgeschlossen haben oder nicht. Es gibt keinen Weg, die Zugangscodes mit den Umfrageergebnissen zusammenzuführen.
Um die Umfrage zu öffnen, akzeptieren Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.
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Datenschutzrechtliche Informationen und Ihre Rechte
Verantwortliche für die Datenverarbeitung
Die Sigmund Freud PrivatUniversität, Freudplatz 1, 1020 Wien, E-Mail: datenschutz@sfu.ac.at, ist als Verantwortliche für die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zuständig. Ansprechpartner für das vorliegende Projekt ist Florian Geisler, BA.pth. (E-Mail: Psychotherapie@team-geisler.com).
Allgemeine rechtliche Grundlagen
Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung richtet sich nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG) sowie dem Forschungsorganisationsgesetz (FOG) in der jeweils geltenden Fassung. Ab dem Zeitpunkt der Datenerhebung bzw. Anonymisierung werden die Daten gemäß § 7 Abs. 1 Z 3 DSG, § 2d Abs. 2 Z 1 und § 2d Abs. 5 FOG verarbeitet.
Hinweis zur Datenerhebung mit SoSci Survey
- Die technische Durchführung dieser Umfrage erfolgt über das datenschutzkonforme Umfragetool SoSci Survey. Die Software wird auf den Servern der Sigmund Freud Privatuniversität Wien gehostet. Die Daten verlassen somit nicht den internen, gesicherten Bereich der Hochschule.
- Um die strikte Anonymität der Erhebung technisch zu garantieren, werden von SoSci Survey standardmäßig keine IP-Adressen aufgezeichnet. Ebenso wenig werden Zeitstempel oder Referrer-URLs (die Website, von der Sie gekommen sind) gespeichert.
- Es werden keine Cookies verwendet, welche Rückschlüsse auf die Identität der Teilnehmer*innen erlauben könnten. SoSci Survey verwendet für die korrekte Funktion des Fragebogens lediglich sogenannte technisch notwendige Session-Cookies, welche nach dem Schließen Ihres Browsers automatisch wieder gelöscht werden.
Speicherdauer und Datenlöschung
- Nach Abschluss des Erhebungszeitraums werden die anonymen Forschungsdaten vom Studienautor eigenständig aus SoSci Survey exportiert und DSGVO-konform auf den gesicherten Servern der SFU verwahrt. Zur Sicherstellung einer guten wissenschaftlichen Praxis sieht der Gesetzgeber eine projektbezogene Aufbewahrung dieser Rohdaten von 10 Jahren ab Veröffentlichung der Forschungsergebnisse bzw. ab Abschluss der betreffenden Forschungstätigkeit vor.
- Sobald in das Online-Projekt auf SoSci Survey für einen Zeitraum von drei Monaten kein Login mehr erfolgt, wird das Projekt dort automatisch archiviert und die Online-Forschungsdaten werden vom Server gelöscht.
- Zusätzlich werden täglich Sicherheitskopien des Servers erstellt, welche nach 12 Monaten aus datenschutzrechtlichen Gründen automatisch gelöscht werden.
Ihre Rechte
- Sie haben grundsätzlich das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Diese Rechte können Sie gegenüber der verantwortlichen Stelle geltend machen.
- Gemäß Art. 89 Abs. 1 DSGVO finden diese Rechte (teilweise) Anwendung, insofern sie die Verwirklichung der wissenschaftlichen Forschungsziele nicht unmöglich machen oder ernsthaft beeinträchtigen.
- Wichtige Ausnahme durch Anonymisierung: Da diese Umfrage von Beginn an strikt anonym durchgeführt wird, erlöschen Rechte wie das Recht auf Löschung, Berichtigung oder Auskunft mit dem finalen Absenden des Fragebogens. Da keine identifizierenden Daten gespeichert werden, ist es ab diesem Zeitpunkt rechtlich und technisch unmöglich, Ihre spezifischen Antworten zu identifizieren und nachträglich aus dem Datensatz zu entfernen.
- Gemäß Art. 77 DSGVO haben Sie das Recht, sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer Daten gegen das Datenschutzrecht verstößt oder Ihre Datenschutzrechte anderweitig verletzt wurden. (Österreichische Datenschutzbehörde: dsb@dsb.gv.at).
Anhang: Begriffsbestimmungen
- „Personenbezogene Daten“: Gemäß Art. 4 Z 1 DSGVO: alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (betroffene Person) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind.
- „Besondere Kategorien personenbezogener Daten“: Gemäß Art. 9 Abs. 1 DSGVO: personenbezogene Daten, aus denen die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen oder die Gewerkschaftszugehörigkeit hervorgehen, sowie genetische Daten, biometrische Daten zur eindeutigen Identifizierung einer natürlichen Person, Gesundheitsdaten oder Daten zum Sexualleben oder der sexuellen Orientierung einer natürlichen Person.
- „Anonymisierung vs. Pseudonymisierung“: Während bei der Pseudonymisierung ein Zuordnungsschlüssel bestehen bleibt (z. B. eine Probandennummer, die getrennt von den Daten aufbewahrt wird), wendet diese Studie das Verfahren der Anonymisierung an. Hierbei werden die Daten so erhoben oder verändert, dass die Einzelangaben über persönliche Verhältnisse nicht mehr (oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand) einer bestimmten natürlichen Person zugeordnet werden können.